„Lisa Politt, geborene Maria Elisabet aus Bomlitz, hatte (..) schon immer Widerworte. Das war vor 30 Jahren am Walsroder Gymnasium so, und das ist heute auf der Bühne so: Die Kabarettistin mit
dem messerscharfen Intellekt und der unverkennbar linken Ausrichtung hat gerade den Deutschen Kabarettpreis gewonnen“, schrieb die Walsroder Zeitung im Dezember 2003. Mittlerweile sind ein paar
Jahre vergangen, auch der Deutsche Kleinkunstpreis ist ihr, wieder als erster Frau, 2005 in der Sparte Kabarett verliehen worden, und sie hat ihren
50. Geburtstag hinter sich gebracht. Zeit, sich mal wieder in der alten Heimat blicken zu lassen.
Einlaß ab 18.30 Uhr, Info-Markt und Bühnenprogramm ab 19 Uhr
Am 22. August um 19 Uhr wird Lisa Politt nach langer Zeit endlich wieder in Walsrode zu sehen sein. Mit einem extra
zusammengestellten Liederprogramm werden „die Spitzenkabarettistin, die so stimmgewaltig wie Tina Turner, so rothaarig wie Milva und so gemein wie keine Zweite ist“ (Kölner Stadtanzeiger) und ihr
Partner Gunter Schmidt, mit dem sie das Duo „Herrchens Frauchen“ bildet, einen Abend in der Stadthalle Walsrode geben.
Der Reinerlös dieses eigens zu diesem Zweck zusammengestellten Abends wird der antifaschistischen Jugendarbeit zur
Verfügung gestellt.
Eintritt: 15 Euro, erm. 7,50 Euro.
Veranstalter: Culture Courage
Wieder mal haben Nazis in Walsrode hundert und mehr Aufkleber verbreitet. Vorrangig klebten die faschistischen Sticker in
den Straßen ums Gymnasium und in der Schmehrsahlstraße.
Ob aufmerksames "bürgerschaftliches" Engagement oder täglicher Antifaschismus: Über 100 Nazi-Aufkleber wurden abgezogen oder unlesbar gemacht.
Bei den Aufklebern handelte es sich vorrangig um: "Organisiert die Anti-Antifa Good Night Left Side", "Antifa zerschlagen","Anti-Antifa stärken", "Freiheit für den Irak - Besatzer raus", sowie um Texte die sich scheinbar gegen Kapitalismus und Arbeitslosigkeit,
Armut und Krieg richten oder auch "Freiheit statt Sicherheitswahn! Nein zum Überwachungsstaat!". Letzteres alles Losungen mit denen sich die Nazis selbst angreifen würden, wenn sie die
Forderungen ernst nehmen würden. Denn gerade Nazis haben den Kapitalismus erst zu gesteigerter Armut, Arbeitslosigkeit, Überwachungsstaat und Krieg geführt - und die Programmatik heutiger Nazis
führt in gleiche Richtung.
Diese Aufkleber sind alle beim "resistore vertrieb" gekauft worden, dort können Aufkleber ohne Kontaktaufnahme zur anderen Naziszene erworben werden.
Aber Aufkleber von der NPD fanden sich jetzt auch in Walsrode. Und an die ist nur über direkten Kontakt zu NPD oder ihre Unter-Organisaionen ranzukommen. Folgender NPD-Aufkleber fand sich
mehrfach in Walsrode: "Jeder ist Ausländer .. nur dort nicht wo er [...]
ANTIFA SOLI SHOW 26.04.2008
BUILT UP WITH HOPE
The Hardcore Band "Built Up With Hope" was formed on the 29.02.2008 and its actually a beside project of the drummer & shouter Joshua Nähring (19 Years Old), the bassist & shouter Dennis
Buchhop (17 Years Old) and the guitarrist & backup shouter Jonas Rosenmeier (16 Years Old). In the future we are planning some more recording and practise sessions. The first song of the Demo
is called "Seek Humanity" and was written and recorded in 2 days. We are not playing music for the commercial succes. We are doing this because music is our passion.
[...]
Wache Bürgermeister besetzten Bundesstraße
Mit einer ungewöhnlichen Protestaktion bei Colditz im Muldentalkreis haben am Dienstag rund 20 Bürgermeister ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt. Für etwa eine Viertelstunde
wurde die Bundesstraße zwischen Colditz und Mittweida blockiert.
Die Aktion teilte Mittweidas Bürgermeister Matthias Damm (CDU) am Dienstag Anfrage der nachrichtenagentur ddp mit. Mit der Aktion sollte gezeigt werden, dass sich die Bürgermeister der Region
gemeinsam gegen Rechts engagierten. Die Aktion erfolgte als Reaktion auf Vorfälle in Mittweida am vergangenen Wochenende. Dort seien in der Nacht zum 16.3.2008 auf dem Innenhof des
Rathauses rechte Schmierereien, darunter ein großes Hakenkreuz, festgestellt worden. Auch Damm selbst sei bei dieser Aktion verbal angegriffen worden. Die Schmierereien seien inzwischen
entfernt worden.
Hintergrund für die Aktion der Bürgermeister war auch ein rechter Überfall etwa drei Wochen zuvor in Colditz. Dabei hatten etwa 100 rechte Jugendliche in der Stadt randaliert. Sie wollten ein
linkes Konzert stören. Unter ihnen waren auch drei Mitglieder der verbotenen rechtsextremistischen Organisation Sturm 34 aus Mittweida.
Zum Thema: Was Bürgermeister noch tun können:
Foto: H.Kulick (aufgenommen bei einer Straßenblockade gegen Neonazis in Jena [...]
Bundesweit: Schule ohne Rassismus
Aktion Courage e.V.: Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
Von Timo Reinfrank
Das Projekt "Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage" ist ein erfolgreiches Konzept, durch das Schülern sich über Jahre intensiv mit Gewalt, Rassismus und
Diskriminierung im alltäglichen Umgang in ihrem sozialen Umfeld, der Schule, auseinander setzen können.
Bedingung für die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“: Alle Angehörigen der Schule müssen sich freiwillig dazu entscheiden.
Gefördert werden sollen dabei demokratische Denk- und Handlungsweisen, Engagement gegen Diskriminierung und für Integration und Chancengleichheit, sowie die Sensibilisierung für jede Form des
Rassismus und der Gewalt. Langfristig soll das Projekt zu einem nachhaltigen Abbau von Rassismus und Gewalt in der Gesellschaft beitragen. Auf Grund der Erkenntnis, dass emotionale
Handlungsweisen im wesentlichen in der Kindheit und Jugend entwickelt werden, sollten antirassistische Maßnahmen schon früh anfangen.
Gerade die Schule kann Gelegenheit bieten, sich auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen. Dafür bietet die Aktion Courage e.V., für Schulen, die sich aktiv gegen Rassismus engagieren
wollen, eine zuverlässige Begleitung. Um eine "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" zu werden, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Wichtig ist, dass die hierzu vorliegenden Regeln
in der Schule diskutiert und [...]
Hut ab, vor dem Verein Walsoder Tafel e. V. Danke an alle die sich dort ehrenamtlich engagieren.
Die Mitglieder der Tafel verdienen und bekommen Anerkennung.
Was sind wir für eine Gesellschaft (geworden)?
Wann geben wir den "Hilfsbedürftigen" Anerkennung?
Wann stärken wir ihr Selbstbewusstsein?
Wann akzeptieren wir sie als Menschen?
Wann geben wir Ihnen Chancen?
Warum geben wir Ihnen das Gefühl das sie in dieser Gesellschaft
keinen Platz,
keine Aufgabe,
keine Perspektive haben?
Hat noch niemand begriffen wieviel Mut dazu gehört sich öffentlich als Tafelversorger zu Bekennen?
Wer wird dort versorgt?
Doch nicht etwa diejenigen denen die Rezepte von Herrn Sarrazin "Wie ernähre ich mich mit Hartz IV"
noch zu kompliziert sind?
Wenn einem Politiker nichts mehr einfällt, kann er ja mal auf die treten die eh schon am Boden liegen, stattdessen sollten solche Politiker zurücktreten.
In Walsrode 500 Menschen davon 118 Rentner und 87 Kinder (Walsroder Zeitung), auch hier schlägt die gründliche Bürokratie zu. Es wird registriert wen wir versorgen.
Daraus wird dann vielleicht ein Wahlkampfthema (ach ja aber nur dann, wenn es sich um ein Wählerpotential handelt für das es sich lohnt).
"Die eigene Kultur braucht gewisse Freiheiten"
Mitglieder des türkischen Sportvereins Vatan Sport wollen Integration, aber keine Assimilation Von unserem Redaktionsmitglied
Frederik Klaustermeyer
BREMEN. Die zumeist älteren Herren sitzen an kleinen Tischen, trinken Tee, spielen Karten, diskutieren miteinander. Nicht
selten geht es bei den Gesprächen im Vereinsheim vom türkischen "Kultur und Sport Verein Vatan Sport Bremen" um ein Thema: die jüngsten Äußerungen Recep Tayyip Erdogans zur Anpassung der in
Deutschland lebenden Türken.Dabei ist dessen Ablehnung der Assimilation hier nichts Neues: "Wir verstehen nicht die Aufregung um Erdogans Äußerungen. Wir sagen schon lange, dass wir für Integration
sind, aber gegen Assimilation", sagt der Vereinsvorsitzende Nevzat Özkan, der seit 35 Jahren in Bremen lebt. Mustafa Yavuz, Öffentlichkeitsreferent der Islamischen Föderation Bremen, bestätigt ihn:
Die islamischen Verbände hätten bereits seit Langem die nun von Erdogan in Köln vertretene Position bezogen. Auch Yavuz ist es ein Rätsel, warum gerade jetzt die Diskussion um diesen Standpunkt so
stark aufgekommen ist. Doch er hat eine Vermutung: "Das wird vielleicht auch von Politikern hochgekocht im Zusammenhang mit den Diskussionen um einen Türkei-Beitritt zur EU." Der 60-jährige Özkan
unterscheidet deutlich zwischen Integration und Assimilation. Er betont die Bereitschaft der Türken, mit den Deutschen zusammenzuleben: "Aber einige Deutsche sagen, wir sollen [...]
Was tun gegen Kinderarmut?
Heute ab 13 Uhr Live-Sendung zum Thema aus dem Haus der Zukunft / Eintritt frei Von unserem Redakteur
Volker J. Wesslau
LÜSSUM-BOCKHORN. "Wir brauchen in unserer Stadt eine breite Diskussion über Armut und soziale Ausgrenzung."
Mit dieser Forderung hatte Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter auf den Armutsbericht der Arbeitnehmerkammer reagiert. Um Armut, genauer gesagt um Kinderarmut, geht es am heutigen Dienstag in der
Zeit von 13.05 bis 14 Uhr bei einer Live-Sendung aus dem Haus der Zukunft an der Lüssumer Heide."Nordwestradio unterwegs" hat zu einer Gesprächsrunde zum Thema "Ganz unten - Was tun gegen
Kinderarmut in Bremen?" eingeladen. Teilnehmer sind die Lüssumer Quartiersmanagerin Heike Binne, die Gesundheits- und Biografieforscherin Prof. Dr. Annelie Keil, sowie Dr. Andreas Farwick,
Privatdozent an der Uni Bremen und Experte für Armutsentwicklung in Städten. Außerdem mit von der Partie sind die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, Sandra
Ahrens, und die Blumenthaler SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Margitta Schmidtke.Fast jedes dritte Kind in Bremen unter 15 Jahren kommt aus einem Haushalt, der von Hartz IV lebt. Laut einer
UNICEF-Studie geht es Bremer Kindern materiell und gesundheitlich schlechter als ihren Altersgenossen in den anderen Bundesländern. Tenever, Neue Vahr Nord und Kattenturm sind Gebiete, in denen die
Lebenssituation der Kinder wohl besonders dramatisch ist. Aber [...]
Nur langsam bröckelt die Mauer des Schweigens (Weser-Kurier)
WALSRODE (TIN). Das Thema ist tabu. Kaum jemand spricht über Rechtsextremismus in Walsrode. Auch nicht die Bürgermeisterin. Silke Lorenz ruft tagelang nicht zurück. Erst auf
schriftliche Anfrage reagiert die Parteilose - mit "derzeit kein Kommentar". Persönlich erlaubt sie sich den Hinweis, dass sie "rechtsextremistische Aktivitäten in Deutschland für deutlich
problematisch" hält. Kein Wort über ihre Stadt.
Walsrode liegt im Landkreis Soltau-Fallingbostel. Polizei und Verfassungsschutz in Niedersachsen gilt der Ort eher als weißer Fleck in dem Heidekreis, der in Sachen Rechtsextremismus ohnehin
nicht auffalle. "Einzelpersonen sind allerorten aktiv", sagt Behördensprecherin Maren Brandenburger, "organisierte Strukturen sind uns in Walsrode nicht bekannt". Die örtliche Polizei sieht das
genauso: Es gebe "ein paar unorganisierte Rechtsextremisten", sagt Sprecher Peter Hoppe in Soltau.
Frank Petersen* würde jetzt vielleicht lachen, "wenn das alles nicht so traurig wäre". Er nennt die 25 000-Einwohner-Stadt einen "klaren Schwerpunkt" der braunen Szene im Landkreis. Und in
seinem Job kriegt er viel mit, kennt zahlreiche Jugendliche und auch ihre Eltern. Seinen Namen will er nicht veröffentlicht sehen und auch nicht, wo er arbeitet: "Walsrode ist klein." In seinen
Augen sind die Neonazis hier "zwar chaotisch, aber keineswegs unorganisiert". Und [...]